Nemesis

· 18.05.2009 · 06:03:13 ·
Nemesis ist in der griechischen Mythologie die Göttin des „gerechten Zorns“ sowie diejenige, die „herzlos Liebende“ bestraft.

Sie wurde dadurch auch zur Rachegottheit.

Quasie die Vorgängerin der Justitia
Sie ist eine Tochter der Nyx („Nacht“) und des Okeanos oder Erebos und die Schwester von Eris, Hypnos, Ker, Momos, Philotes und Thanatos. Ihre Begleiterin ist die Göttin Aidos („Scham“). Nemesis bestraft vor allem die menschliche Selbstüberschätzung (siehe auch Hybris) und die Missachtung von Themis, der griechischen Göttin des Rechts und der Sittlichkeit. Ihre Attribute sind mannigfach. Unter anderem hält sie einen Zweig vom Apfelbaum in der Hand und wird von einem Greif begleitet.


Nemesis als Rechtsbegriff
„Nemesis“ („Zuteilungen“) ist vor „Dike“ („Rechtsprechung“), „Dikaiosyne“ („Staatsrecht“) und „Nomos“ („Gesetz“) der erste von den Griechen entwickelte Rechtsbegriff.

In den Hymnen, die unter dem Namen des „Orpheus“ erschienen, wird von ihr in der 62. Hymne, dem „Hymnos an Nemesis“, gesagt:
„Ich rufe Dich, Nemesis!
.
.
.
Dein ist der Menschen Gericht.“

SYNAPSlist
SYNAPSlist revers
Ich rufe Dich, Nemesis!
Höchste!
Göttlich waltende Königin!
Allsehende, Du überschaust
Der vielstämmigen Sterblichen Leben.
Ewige, Heilige, Deine Freude
Sind allein die Gerechten.
Aber Du hassest der Rede Glast,
Den bunt schillernden, immer wankenden,
Den die Menschen scheuen,
die dem drückenden Joch
Ihren Nacken gebeugt .
Aller Menschen Meinung kennst Du,
Und nimmer entzieht sich Dir die Seele
Hochmütig und stolz
Auf den verschwommenen Schwall der Worte.
In alles schaust Du hinein,
Allem lauschend, alles entscheidend.
Dein ist der Menschen Gericht.

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